Richard Schöller, Business Development Manager bei der André Koch AG
Richard Schöller, Business Development Manager bei der André Koch AG

Wir sorgen dafür, dass immer Öl im Getriebe ist

Richard Schöller ist seit Februar dieses Jahres als Business Development Manager für die André Koch AG im Einsatz. In diesem Interview spricht er über die Vorteile von Partnernetzwerken, die Rolle als führender Schweizer Lackimporteur in der Zusammenarbeit mit Schadensteuerern und FLIs sowie über Zukunftstechnologien.

 

Welche Bedeutung haben Netzwerke auf dem hart umkämpften Kfz-Markt?

Richard Schöller: Die Zugehörigkeit in einem Netzwerk kann freien Werkstätten dabei helfen, die Auslastung zu erhöhen. Repanet Suisse und das André Koch-Netzwerk sind beispielsweise stets auf der Suche nach innovativen Dienstleistungsangeboten, Kooperationen und Partnerschaften, um die Mitgliedsbetriebe gezielt zu stärken. Auf der Auftraggeberseite arbeiten wir ständig an neuen Kooperationen mit FLI-Partnern. Doch wäre es falsch, nur auf diese eine Umsatzquelle zu setzen, da es schnell zu einer ungesunden Abhängigkeit führen kann. Deshalb ist es wichtig, sich weiterhin auch um die traditionellen direkten Zielgruppen wie Privat-, Firmen- und Autohauskunden zu kümmern, um eine ausgeglichene Auftragsbalance zu erreichen. Deshalb lautet mein Rat: «Das eine tun, ohne das andere zu lassen.»

 

Was bedeutet das konkret? Was würden Sie Karosseriebetrieben und Spritzwerken empfehlen, um ihre Auslastung aus eigener Kraft heraus zu erhöhen?

Richard Schöller: Machen Sie sich schlau, was es noch für Potenzial in Ihrer Region gibt. Das können Privatkunden, Firmen mit Fahrzeugen oder sogar NPOs sein, die vielleicht noch auf der Suche nach einer passenden Werkstatt sind. Überprüfen Sie ausserdem fortlaufend Ihre Infrastruktur sowie Prozesse und schulen Sie regelmässig Ihre Mitarbeiter. Die André Koch AG hilft Ihnen dabei, und zwar durch Seminare, Beratung und Marketingsupport und eine Auswahl professioneller Partner.

 

Die André Koch AG verfügt mittlerweile über ein grosses Partnernetzwerk. Welchen Stellenwert haben Kooperationen für Sie?

Richard Schöller: Kooperationen und Partnerschaften sind für uns genauso wichtig wie die reibungslose Zusammenarbeit mit unseren geschätzten Kunden, den Karosserie- und Lackbetrieben. Einerseits bietet die André Koch AG hochqualitative Reparaturlacke und Non-Paint-Artikel, damit Karosseriebetriebe die Bedürfnisse ihrer Kunden befriedigen können. Andererseits stellen Repanet Suisse und das André Koch-Netzwerk die nötigen Kontakte her, sodass die Auslastung und Rentabilität in den Betrieben steigen können. Gemeinsam sorgen wir quasi dafür, dass immer genügend Öl im Getriebe ist.

 

Welche Rolle nimmt die André Koch AG in der Zusammenarbeit mit Schadensteuerern, Versicherungen und sonstigen Grosskunden ein?

 Richard Schöller: Mit unseren K&L-Netzwerken vermitteln wir sozusagen zwischen Auftraggebern und Reparateuren, um Ersteren einen Top-Service und Letzteren eine Top-Auslastung zu ermöglichen. Mit dem André Koch-Netzwerk bieten wir Grosskunden wie FLIs die optimale Basis, ohne den Aufbau einer eigenen Infrastruktur eine bedürfnisgerechte Schadensteuerung zu betreiben: Sie können sozusagen auf unser Netzwerk aufsatteln. Dank unserer hohen Qualitätsstandards werden wir auch den individuellen Kriterien der Auftraggeber problemlos gerecht.

 

Welche weiteren Konzepte gewinnen in den nächsten Jahren voraussichtlich immer mehr an Relevanz?

Richard Schöller:  Ganz klar Smart-Repair-Konzepte wie «Reparieren statt ersetzen». Diese Technologien sind alles andere als neu, doch werden sie noch nicht genug gelebt. Dabei gibt es starke Argumente für Smart-Repair-Konzepte. Beispielsweise verdienen unsere meist markenunabhängigen Kundenbetriebe kaum noch etwas an Ersatzteilen; die Wertschöpfung liegt im Verkauf von Arbeitsstunden. Ansatz von «Reparieren statt ersetzen» trägt diesem Umstand Rechnung und fördert das fachlich anspruchsvollere Reparieren, anstatt beschädigte Teile einfach zu ersetzen. Zudem steigert es die Margen spürbar. Und auch das Klima freut sich über diese Lösung, denn es ist wesentlich nachhaltiger und umweltschonender, Schäden zu reparieren, anstatt ein Ersatzteil anliefern zu lassen und das alte zu entsorgen.

 

Das klingt ganz so, als wäre hier noch viel Aufklärungsarbeit nötig.

Richard Schöller: Das ist richtig. Und deshalb wird es auch sicherlich nicht das letzte Mal sein, dass wir über dieses Thema sprechen.

 


IM FOKUS: RICHARD SCHÖLLER

Als Business Development Manager unterstützt Richard Schöller die Geschäftsleitung der André Koch AG bei verschiedenen Netzwerkprojekten, insbesondere wenn es um FLIs geht. Mit seiner über 15-jährigen Vertriebserfahrung in der Automobilbranche – zehn davon im Flotten- und Providerbereich – bringt er die idealen Voraussetzungen mit, um die Aktivitäten der André Koch AG im Bereich «Networks» auszubauen und zu intensivieren. Zudem hat Schöller lange im IT-Projektmanagement, davon einige Zeit in der Versicherungswirtschaft, gearbeitet.