Neue Chance für «car4rep» (v. l.n.r.): Enzo Santarsiero (AK), Thomas Jauch, Urs Boss, Thomas Zumbrunn (Beiräte car4rep), Volker Wistorf, Maya Bitterli (AK).
Neue Chance für «car4rep» (v. l.n.r.): Enzo Santarsiero (AK), Thomas Jauch, Urs Boss, Thomas Zumbrunn (Beiräte car4rep), Volker Wistorf, Maya Bitterli (AK).

Neue Chance für «car4rep»: André Koch AG übernimmt

Wer kennt die Situation nicht? Noch schnell im Quartierladen um die Ecke einkaufen, und schon ist es passiert: Sofort ist ein Betonpfeiler übersehen, der Lackschaden an der Beifahrertür Tatsache. Hier setzt car4rep beziehungsweise der Privatkunde oder die Privatkundin an, indem vor Ort die App von «car4rep» auf dem Smartphone aktiviert wird.

 

Nachdem Schaden und Fahrzeug fotografiert, Autosteckbrief erstellt sowie der Wunsch- oder nächstgelegene Carrosseriebetrieb gewählt sind, gehen die Bilder über die App an car4rep. Bereits hier ist die Schadengrösse für den Carrossier ersichtlich – und er kann die zu erwartenden Kosten für die Reparatur einschätzen. Als Kleinschäden gelten solche in der Grösse von A6 bis A3 – das entspricht einem Kreis mit etwa 25 Zentimetern Durchmesser. Wichtig: Nicht die Grösse des Schadens selbst ist ausschlaggebend, sondern diejenige der zu reparierenden Fläche.

 

Die Schadenmeldung ist nun digital bei car4rep gelandet. Dort sind nur zertifizierte Betriebe beteiligt, die Lackschäden mit einer von führenden Automobilherstellern freigegebenen Lackmarke reparieren. Sie garantieren eine professionelle Reparatur innerhalb von maximal drei bis vier Stunden zu einem für den Kunden transparenten Fixpreis. Innerhalb kürzester Zeit wird der Kunde von der Fachwerkstatt kontaktiert, um einen Termin für die Reparatur zu vereinbaren.

 

Enzo Santarsiero sieht eine Win-Win-Situation für Privatkunden und Lackierbetrieb: «Neben der unkomplizierten und schnellen Reparatur gibt es für den Kunden einen weiteren Vorteil: Der Schaden muss nicht der Versicherung gemeldet werden, denn der Preis für die Reparatur ist oft tiefer als der Selbstbehalt – und den berappt der Kunde sowieso aus der eigenen Tasche. Somit steigt die Versicherungsprämie nicht an. Auch der Betrieb spart wertvolle Zeit, denn er vermeidet den mit der Versicherungsmeldung verbundenen Papierkram».

 

Dem CEO der André Koch AG ist das Potenzial dieser Idee bewusst, weshalb er die Firmenübernahme angestrebt hat. «car4rep wurde mit zwölf Teilnehmern gegründet und konnte sich leider nie richtig durchsetzen. Wir werden die Firma weiter auf- und ausbauen und mit Fahrzeuginnenraum- und Felgenreparatur ergänzen. Ziel ist, dass bis in einem Jahr 40 bis 50 Partner aktiv teilnehmen.»

 

Thomas Jauch, ehemaliger Verwaltungsratspräsident von car4rep und Präsident von «Carrosserie Suisse Zentralschweiz»: «Ich finde es positiv, dass man für dieses technisch gute Konzept, das den Durchbruch nie richtig geschafft hat, nochmals einen Anlauf für die Etablierung im Markt nimmt. Damit wird Reparieren statt Ersetzen noch mehr unterstützt.»

 

Aktuell werden die Homepage (car4rep.ch) und die dazugehörige App überarbeitet. Sind Sie interessiert, an car4rep teilzunehmen? Dann melden Sie sich per E-Mail bei der André Koch AG unter: info@andrekoch.ch

 

 

Die Macher hinter «car4rep»

Die car4rep AG wurde am 9. Dezember 2011 von Selcuk Özgül (CH Coatings), Jörg Riesen (Audatex) und Michael Zülch (zülchconsulting GmbH) in Baar im Kanton Zug gegründet. Ziel war es, Kleinschadenreparaturen zum Fixpreis anzubieten. Das Unternehmen startete mit 17 Fachbetrieben in den Ballungsräumen Zürich, Basel, Bern und Luzern. 2021 hat die André Koch AG die Firma übernommen.