Enzo Santarsiero fasste zusammen, welche Vorzüge die Teilnahme an der Kooperation mit Fenaco für die Betriebe haben wird.
Enzo Santarsiero fasste zusammen, welche Vorzüge die Teilnahme an der Kooperation mit Fenaco für die Betriebe haben wird.

Kooperation Fenaco/Repanet Suisse: Kickoff für mehr Kunden

Repanet Suisse, Fenaco (u. a. Volg, Landi, Agrola) und Jarowa haben einen bedeutenden Deal vereinbart. Ein grosser Teil der rund 2300 Fahrzeuge starken Fahrzeug-Flotte wird künftig ausschliesslich von Netzwerk-Partnern repariert. Am Kickoff-Event konnten sich die 65 anwesenden Vertreter von ausgewählten Carrosseriebetrieben über die neue Kooperation informieren.

 

 

Wenn es nach Repanet Gründer Enzo Santarsiero ginge, wäre die Sache klar: «Die Kooperation mit Fenaco ist eine einmalige Chance für euch, euren Kundenkreis zu erweitern. Und nicht nur das: Wenn ihr einen guten Job macht – dazu habt ihr als Repanet Suisse Mitgliederbetriebe die besten Voraussetzungen - und den neuen Kunden ein gutes Gefühl gebt, wenn sie eure Werkstatt verlassen, werdet ihr von den Fenaco-Mitarbeitenden an Freunde und Familie weiterempfohlen. Also macht mit und unterschreibt das Service Level Agreement, dass wir euch in Kürze per Mail zustellen werden», so der CEO der André Koch AG an der Begrüssungsrede.

 

Die Fenaco war am Kickoff durch Maria Nutz vertreten, Bereichsleiterin Sachversicherung/Risk Management. Sie stellte das Unternehmen kurz vor: «Die Genossenschaft liegt in den Händen von 174 Landi und deren rund 43’000 Mitgliedern, davon über die Hälfte aktive Bäuerinnen und Bauern. Wir sind die grösste Agrargenossenschaft der Schweiz und in vier Geschäftsfeldern tätig: Agrar, Lebensmittelindustrie, Detailhandel und Energie. Zu unseren bekanntesten Marken gehören die Futtermittelherstellerin Ufa, die Düngerhändlerin Landort, die Getränkeherstellerin Ramseier Suisse, die Fleischverarbeiterin Ernst Sutter, die Detailhändlerinnen Volg und Landi sowie der Energieanbieter Agrola. Über 11’000 Mitarbeitende sind für Fenaco tätig. Der erwirtschaftete Jahresumsatz beträgt rund sieben Milliarden Franken.»

 

Bei einem Unternehmen dieser Grössenordnung ist eine eigene Fahrzeugflotte selbstverständlich. Fenaco verfügt in der ganzen Schweiz über rund 2300 Fahrzeuge, darunter sowohl Personen- und Nutzfahrzeuge, Transporter als auch spezielle landwirtschaftliche Fahrzeuge. Angesichts solcher Zahlen ist der Reparaturaufwand im Fahrzeugbereich naturgemäss hoch.

Im Zuge der Zusammenarbeit steuert Fenaco im Werkstattmanagement künftig Fahrzeuge, die aufgrund eines Schadenfalls repariert werden müssen, bevorzugt in die Mitgliedsbetriebe von Repanet Suisse – sie erhalten den Status als «Premium Partnerbetriebe». Allerdings erhalten nur jene Betriebe die Möglichkeit dabei zu sein, welche sich in der Nähe von Fenaco Standorten befinden. Insgesamt 68 Repanet-Partner hat die Genossenschaft vorgeschlagen, 65 haben am Kickoff-Event bei der André Koch AG in Urdorf (ZH) teilgenommen.

 

Neben der Mitgliedschaft bei Repanet Suisse müssen die potenziellen Fenaco-Carrossiers auch weitere Standards erfüllen. Enzo Santarsiero: «Wer mitmachen will, muss eine nachhaltige und kostenoptimierte Reparatur anbieten und sich an die in der Region üblichen Stundenansätze halten sowie die vereinbarten Kostenpositionen einhalten. Ausserdem muss im Radius von 15 km ein kostenloser Hol- und Bringservice angeboten werden. Und der Ersatzwagen muss in den ersten drei Tagen gratis sein und darf danach nicht mehr als 50 Franken pro Tag kosten.»

 

Die Schadensteuerung läuft komplett über die Internet-Plattform Jarowa, welche am Event von Pascal Bechaz vorgestellt wurde. Fenaco hat sich für Jarowa entschieden, um sowohl das Dienstleitermanagement als auch die Auftragsabwicklung zu digitalisieren. Jarowa ermöglicht eine signifikante Steigerung der Prozesseffizienz, 100%ige Transparenz in Echtzeit sowie ein effektiveres Dienstleistermanagement.

 

Ein weiterer potenzieller Partner in der Kooperation Fenaco/Repanet Suisse ist Sams Autoglas, dessen Geschäftsführer Aaron Neustadt die Vorzüge des Glasschaden-Dienstleisters am Kickoff schilderte.Abschliessend fasste Enzo Santarsiero die Vorzüge einer Teilnahme an der Kooperation zusammen und lud die anwesenden Carrossiers nochmals ein, Teil des Fenaco-Deals zu sein. «Schickt das Service Level Agreement unterschrieben zurück. Aber bitte digital, ich möchte kein Papier sehen.»

 

Nach dem offiziellen Teil waren die Gäste wie bei Events der André Koch AG üblich zu einem Apéro Riche geladen. Und noch wichtiger: Sie hatten die Möglichkeit sich spezifisch noch genauer zu informieren und sich mit den Kollegen auszutauschen, zu Netzwerken.

 

Text: Mario Borri (Auto&Wirtschaft)

 

v. l.n.r.: Enzo Santarsiero (André Koch AG), Amal Tizeroual (André Koch AG), Maria Nutz (Fenaco), Pascal Béchaz (Jarowa AG) und Aaron Neustadt (Sams Autoglas).